Die Husumwetter-Vorhersage


Unsere Wettervorhersage für Husum, Nordfriesland, Dithmarschen und Schleswig-Flensburg - jeden Abend neu!


Prognose für Samstag, den 24.06.17

Sommer wie früher - wer will das?

Heute:

Der Wetterdienst der Amerikaner berechnet mehr oder weniger zu Forschungszwecken grob die Wetterlage der kommenden 6 Monate (besonders Temperaturabweichungen zum Mittel). Für diesen Sommer lautet das Ergebnis für Deutschland, das keine Abweichung erwartet wird. Das hat manche Medien dazu verleitet, Artikel mit der Überschrift Sommer wie früher zu verfassen. Die Grundstimmung des Artikels und die Meinungen der User waren fast durchweg positiv - aber wieso? Möglicherweise sind es die Temperaturen. Eine schnelle Analyse hat allerdings ergeben, das selbst der letztjährige, gefühlt kühle, Sommer bei uns im Schnitt 1,5 Grad wärmer waren als die Sommer von 1961 bis 1990. Selbst der diesjährige Juni ist bei uns bisher im Schnitt 1,5 Grad zu warm. Einen kälteren Sommer als der Schnitt 1961 - 1990 ist in den gesamten letzten 15 Jahren nicht zu finden. Schlussfolgerung: die Sommer waren früher kälter, häufig sogar deutlich. Vielleicht liegt es an der Sonnenscheindauer?! Dafür habe ich die Sonnenscheindauer in 10-Jahres-Abschnitten (St. Peter-Ording) analysiert. Für den täglichen Mittelwert hat das ergeben (in Stunden): 1951-1960: 7,5 1961-1970: 7,3 1971-1980: 7,3 1981-1990: 6,4 1991-2000: 7,4 2001-2010: 7,7 2007- 2016: 7,5 - in den letzten gut 15 Jahren ist es bei uns so sonnig wie seit 1951 nie zuvor. Unsere Sommer sind also wärmer und sonniger geworden (die nassesten Monate sind übrigens zwischen 1960 und 1970 sowie 1980 und 1995 zu finden). Wieso muss ich mir dann andauernd anhören, dass unsere Sommer momentan so schlecht sind? Dafür gibt es wohl hauptsächlich zwei Gründe. Einerseits merkt sich der Mensch, da kann er gar nichts für, besonders extreme bzw. schöne Wettersituationen. Man denkt also an die Sommertage zurück, die schön waren, die schlechten vergisst man. Außerdem waren die letzten zwei Sommer in Süddeutschland noch ein ganzes Stück wärmer als unsere Sommer - man schaut einfach neidisch gen Süden, wenn dort in der Wetterkarte mal wieder eine Sonne eingezeichnet ist. Insgesamt ist es natürlich normal, dass es im Süden wärmer ist. Momentan ist der Abstand allerdings etwas extrem. Einen Sommer wie früher sollten wir uns allerdings nicht wünschen... Die Analyse basiert auf Wetterdaten des DWD, die als sehr genau eingestuft werden können.
Die Temperaturen steigen heute von Nordwest nach Südost auf 17 bis 20 Grad an, womit wir noch immer über dem 1961-1990 Juni-Schnitt liegen. Der Wind weht dazu mäßig bis frisch aus westlichen Richtungen. Vereinzelt ist eine stürmische Böe drin. Das Wetter hält viele dichte Wolken für uns bereit, die besonders in den Nachmittags- und späteren Abendstunden auch mal etwas länger auflockern. Dazu zieht immer mal ein Schauer durch - die meiste Zeit über ist es jedoch trocken. Die Anzahl der Schauer nimmt im Laufe der zweiten Tageshälfte ab, dafür kann besonders am Abend auch mal ein kräftiger Schauer unterwegs sein (nicht überall).

Aussichten:


Morgen: 15 bis 17 Grad, Sonne, Wolken und einzelne Schauer im schnellen Wechsel, windig.
Montag: 16 bis 19 Grad, windig, viel Sonne, Wolken, kaum Schauer.

Trend: Kurzzeitig milder, Mittwoch erneut schwül mit um 25 Grad, allerdings mit kräftigen Niederschlägen und Gewittern, danach wieder kühler.

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Neuigkeiten und Warnungen


Warme und kalte Gletscher

Gletscher existieren in allen geografischen Zonen der Erde. Man unterscheidet die kalten und trockenen Gletscher der Polargebiete von den warmen oder temperierten Formen in den mittleren und niederen Breiten. In jedem Falle spielen Gletscher eine wichtige Rolle im Klimasystem der Erde.

Donnerstag, den 22.06.17

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Der Beginn des kalendarischen Sommers im Zeichen von Concha und Naoto

Pünktlich zu Beginn des kalendarischen Sommers stellt sich in weiten Teilen hochsommerliches Wetter ein, nur der Norden wird von der großen Hitze verschont.

Sonntag, den 18.06.17

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Blitz und Donner an Fronleichnam

Für den gestrigen Donnerstag wurden wieder Gewitter angekündigt, teilweise sogar mit Unwetterpotenzial. War das mal wieder nur Panikmache, wie ein Leser aus der Lausitz schrieb?

Freitag, den 16.06.17

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Automatische Vorhersage


Diese Vorhersage basiert auf Modelldaten des norwegischen Wetterdienstes und wird automatisch erstellt.



Weather forecast from yr.no, delivered by the Norwegian Meteorological Institute and the NRK www.yr.no für Husum
Wettersymbole von: (d3stroy)

Wettervorhersage allgemein


Wie kommt die Vorhersage zustande?

Man schaut sich die Läufe der verschiedenen Modelle an und versucht dann, auf diesen basierend, eine möglichst genaue Vorhersage zu erstellen. Bei Husumwetter.de handelt es sich meistens um das amerikanische GFS (Global Forecast System),das japanische JMA, das Modell des Europäischen Zentrums für Mittelfristprognosen (ECMWF), das Modell des DWD (GME) und das Modell des britischen Wetterdienstes (UKMO). Husumwetter.de erstellt die Vorhersagen mit viel Mühe, kann aber natürlich keine Garantie für die Prognosen geben!

Warum sind Wettervorhersagen so fehlerhaft?

Die Vorhersagen haben sich in den letzten Jahren stark verbessert und werden stetig genauer, doch bei der Vorhersage des Wettergeschehens handelt es sich nicht um eine einfache Berechnung der Zugbahnen der Wolken, der Veränderung der Temperatur oder des auftretenden Niederschlages. Die Berechnung der Modelle ist wesentlich komplexer und von sehr vielen Parametern abhängig. Anders, als bei der Flugbahn eines Asteroiden, ist es (noch) nicht möglich die Vorgänge beim Wetter genau vorherzusagen. Bei den Berechnungen der Modelle handelt es sich immer um Reflexionen der Vergangenheit, die auf die Gegenwart übertragen werden. Das bedeutet, dass geschaut wird, wie sich das Wetter bei ähnlichen Anfangsbedingungen in der Vergangenheit verhalten hat. Auch heutzutage hat somit das Wort des Synoptikers, der die Daten der Modelle interpretiert, eine ziemlich große Bedeutung. So kann man mit jahrelanger Erfahrung auf lokale Begebenheiten eingehen und die Ergebnisse der Modelle anpassen. Ein lokales Beispiel sind Große Niederschlagsgebiete, die im Winter aus dem Süd-Osten über Deutschland ziehen aber nur selten über den Nord-Ostsee-Kanal kommen. Die Modelle berechnen jedoch meistens auch nördlich des Kanals Schneefall, den es dann in Wirklichkeit nicht gibt. Ein erfahrener Synoptiker kann dann rechtzeitig die Aussage der Modelle korrigieren.

Wie lange und genau kann man das Wetter vorhersagen?

Ein realistischer Zeitraum für gute Wettervorhersagen sind drei Tage. Alles, was darüber hinausgeht, ist meistens ungenau. Anbieter, die 16 Tage im Voraus das Wetter vorhersagen, machen dies nur aus finanziellen Gründen oder um einen ungefähren Trend aufzuzeigen. Auch kann man nicht den Verlauf eines Sommers oder Winters über Monate hinaus prognostizieren. Man kann höchstens die Entwicklung der letzten Jahre untersuchen und dementsprechend eine grobe Richtung der Entwicklung für das kommende Jahr angeben. Stimmen muss die aber nicht! Wie schwer eine Wetterprognose oftmals noch 12 Stunden vor Eintreffen des Ereignisses ist, lässt sich am Besten anhand eines Beispiels erklären: Beim Wetter ist es wie auf dem Weg zur Arbeit. Man fährt um 6 Uhr am Morgen los und möchte dann um 8 Uhr bei der Arbeit sein. Auf dem Weg zur Arbeit gibt es aber nun einige Faktoren, die eine Fahrt behindern können oder sogar beschleunigen. Auf einer viel befahrenen Straße plant man schon etwas mehr Zeit für den zähen Verkehr ein. Sollte es aber einen Unfall kurz vor der eigenen Auffahrt gegeben haben, hat man auf einmal freie Fahrt und ist viel schneller bei der Arbeit, als gedacht. Der wohl häufiger auftretende Fall ist, dass der Unfall auf der eigenen Strecke ist und man im Stau steht oder einen Umweg fahren muss. Ähnlich ist es beim Wetter. Die Modelle berechnen eine Vorhersage und der Meteorologe hofft, dass das Ereignis so eintritt. Doch ein Tief kann zum Beispiel schneller oder langsamer ziehen als berechnet und damit den Regen früher bringen. Das Tief kann also eine ganz andere Zugbahn wählen, als vorhergesagt. Anders als beim morgendlichen Weg zur Arbeit, muss das Tief natürlich keinen Umweg aufgrund eines Unfalls nehmen, sondern andere kleine Veränderungen beeinflussen die Zugbahn. Diese haben aber dazu geführt, dass das Tief ein paar Kilometer weiter südlich oder nördlich gezogen ist. Sie konnten so aber vom Modell nicht vorher berechnet werden. Es gibt dabei Parameter, die sehr träge sind und sich lokal nicht ändern, so zum Beispiel der Luftdruck. Um den Luftdruck genau zu berechnen, reichen daher wenige Messstationen. Andere Parameter ändern sich schon innerhalb von wenigen Metern, so zum Beispiel die Temperatur, die hinter der nächsten Straßenecke schon einen ganz anderen Wert haben kann. Abschließend betrachten wir den Einfluss von Hoch- und Tiefdruckgebieten auf die Vorhersage und den Arbeitsweg. Wenn es mild und trocken ist, verursacht durch ein großes blockierendes Hochdruckgebiet, ist die Prognose ziemlich einfach und man kann sogar bis zu 7 Tage eine sehr genaue Vorhersage machen. Auch der Weg zur Arbeit lässt sich bei gutem Wetter leicht berechnen, außer einem Unfall kann nicht viel dazwischen kommen. Wenn jedoch bei einer Westlage ein Sturmtief über das Land zieht, ist sowohl der Arbeitsweg(umgefallene Bäume..) als auch das Wetter schwerer vorherzusagen. Die genaue Zugbahn dieser vielen kleinen Tiefs lässt sich oft nicht mal 12 Stunden vorher bestimmen.

Man merke:

Ist das Wetter lange gut und schön, ist eine längerfristige Prognose möglich und glaubhaft. Ist das Wetter regnerisch und stürmisch, lieber häufiger eine Vorhersage betrachten und auf aktuelle Warnungen achten. Je länger der Arbeitsweg wird, desto schwieriger wird es den genauen Ankunftszeitpunkt zu bestimmen, da immer mehr Faktoren zu Änderungen führen können. So wie beim Wetter, wo bei Vorhersagen über längere Zeiträume immer mehr Faktoren eine genaue Vorhersage unmöglich machen.